Vertriebsziele
 

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Autor: Markus Grutzeck

 

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Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Markus Grutzeck

Registergericht:   Amtsgericht Hanau
Registernummer: HR 5323

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 166933244

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Markus Grutzeck

 

Theorie: Vertriebsziele definieren

  • Nach welchen Kriterien definieren Sie Ihre Vertriebsziele?
  • Nach Umsatz?
  • Deckungsbeitrag?
  • Region?
  • Produkt?

Sicherlich hat jedes der obigen Kriterien seine Daseinsberechtigung. Aber erlauben Sie die Frage: Sind diese Ziele im Sinne Ihrer strategischen Unternehmensziele?

Nehmen wir z.B. die Messgröße "Umsatz" genauer unter die Lupe. Ein Umsatzziel für einen Vertriebsmitarbeiter ist eine einfache und messbare Zielvorgabe. Mit diesem Ziel treffen Sie aber keine Vorgaben, wie der Vertriebsmitarbeiter dieses Umsatzziel erreichen soll.

Da jeder Mensch von Natur aus den bequemsten Weg geht, wird der Vertriebsmitarbeiter den Umsatz dort erzielen, wo er am schnellsten und einfachsten Erfolg hat. In der Regel wird er den Umsatz bei bestehenden Kunden ausbauen. Ein Unternehmen kann aber langfristig nicht existieren, wenn nicht auch kontinuierlich neue Kunden gewonnen werden.

Grundsätzlich stehen Ihnen folgende Vertriebsstrategien offen:

  • Neukundenakquise:
    Grundlage für den langfristigen Unternehmenserfolg
  • Bestandskundenakquise:
    - Cross-Selling: Umsatzsteigerung durch komplementäre Produkte
    - Erhöhung der Verwendungshäufigkeit (bei Verbrauchsgütern)
    - Erhöhung des Lieferantenanteils: Verdrängung von Wettbewerbern beim Kunden
    - Stärkung der Kundenbindung bei ausgeschöpften Potentialen bei Bestandskunden

Durch die Gliederung des Vertriebsprozesses in einzelne Arbeitsstufen, können Sie nun für jede einzelne Arbeitsstufe Ziele definieren. Dies gelingt anhand der Erfolgskennziffern, über die Sie in jeder Arbeitsstufe die Produktivität messen. Damit steuern Sie nicht mehr nur das Gesamtergebnis am Ende des Vertriebsprozesses, sondern geben auch konkrete Handlungsanweisungen vor, wie das Gesamtergebnis erreicht werden soll. Die Vertriebsmannschaft agiert so aktiv am Markt, statt nur zu reagieren. Vertriebsziele bilden so die Grundlage, um Vertriebskapazitäten planen und somit die Gesamtstrategie ex ante überprüfen zu können.

Problem: fehlende Informationsbasis

In der Praxis zeigt sich oft, dass keinerlei Informationen vorliegen, durch welche Verkaufsaktivitäten Aufträge generiert wurden. Somit lassen sich keine aus der Erfahrung abgeleiteten Ziele definieren.
In diesem Fall ist es empfehlenswert, Ziele zu definieren und in der nächsten Periode an die Praxis anzupassen.

Konkrete Vorgehensweise:

Um Verkaufsprozess-Ziele zu definieren, erstellen Sie zunächst eine Produkt-Markt-Matrix und geben hierin die aktuellen Umsatzzahlen sowie Ihre Planzahlen an.

  Produkt A
Aktuelles Jahr Plan-Jahr
Markt 1 Bestandskunden 20 25
Neukunden 5 7

In einem zweiten Schritt untergliedern Sie dann jeweils "Bestandskunden" und "Neukunden" in die einzelnen Arbeitsschritte des Vertriebsprozesses und tragen hier Ihre Zielwerte ein.

Bedenken Sie bei der Definition der Zielvorgaben dabei auch externe Einflussgrößen wie

  • zu erwartende Marktveränderungen
  • Änderung in der eigenen Produktpalette
  • Änderungen im Produktsortiment von Wettbewerbern
  • Eintritt / Austritt von Wettbewerbern
  • Änderungen der Verkaufsstrategie der Wettbewerber
  • veränderte Marktpotentiale

Bedenken Sie, dass in diesem Detaillierungsgrad eine Vertriebsmannschaft maximal vier bis sechs verschiedene Verkaufsprozesse umsetzen kann.

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Stand: 12.08.04